Bioprodukte - mehr Qualität - mehr Geschmack
zertifiziert durch die Kontrollstelle DE-ÖKO-006
Seit September 2001 können Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft
mit dem staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Das kleine
sechseckige Zeichen mit dem Schriftzug »Bio« schafft Klarheit,
Einheitlichkeit und Orientierung bei Bio- bzw. Öko- und Naturprodukten.
Verbraucherinnen und Verbraucher können sich darauf verlassen:
Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin. Denn nur Erzeuger und Hersteller,
von denen die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung eingehalten werden und
die sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, dürfen ihre Produkte
als Bio- oder Ökoware verkaufen und mit dem Bio-Siegel kennzeichnen.
Als Nationalparkpartner schätzen wir nicht nur die Natur ringsum,
sondern bieten auch im Haus Natürliches. Bei uns werden Sie zum Frühstück mit 100%
Bio-Kost verpflegt.
Für uns eröffnen sich damit neue Wege und Ziele, Ihnen einen ganz
besonderen Urlaub in herrlicher Natur und als Plus obendrauf eine gesunde
und ausgewogene Verpflegung anbieten zu können.
Mit unserem Angebot orientieren wir uns an den heutigen Bedürfnissen der
Familien und möchten zu Ihrem Wohlbefinden beitragen.
Alles Bio – oder was?
Im Familienferienpark Dambeck geht es seit 2006 BIO in der Küche zu. Das Familienmagazin wollte wissen, wie das funktioniert und unterhielt sich mit Susanne Müller-Bohley, Leiterin des Ferienparks, und Kay Krehahn, Geschäftsführer der A + S Service GmbH. Er ist gelernter Koch und für alle Küchen der AwoSano zuständig.
Wie kamen Sie zur BIO-Küche?
Müller-Bohley: Die Nähe zur Natur brachte uns auf die Idee. Wir sind ein familienfreundliches Haus im Müritz- Nationalpark. Warum also nicht Bio-Produkte anbieten? Hinzu kommt, dass viele Familien Allergieprobleme haben und sich deshalb mit dem Thema BIO beschäftigen. Vor allem, wer kleine Kinder hat, setzt sich damit auseinander. Und im Urlaub bleibt die Zeit dafür.
Mögen Kinder BIO?
Müller Bohley: Meine Beobachtung ist, dass Kinder das gar nicht wahrnehmen. Ihnen ist egal, ob da BIO drauf steht, Hauptsache es schmeckt. Und dadurch, dass vieles aromatischer ist, können wir gar nichts falsch machen.
Warum ist das Bio-Angebot aufs Frühstück reduziert?
Krehahn: Wir sind auf Familien ausgerichtet, deshalb haben wir auch das anfängliche Komplettangebot bei unserer
Halbpension auf das Frühstück reduziert. So bleiben wir ein Haus für Familien mit kleinem Budget.
Müller-Bohley: Wer abends BIO möchte, kann das haben. Denn die Tomate ist auch abends BIO und der Käse auch. Der Anspruch, Bio-Produkte zu essen, schränkt den Speiseplan zwar ein, aber wer es möchte, nimmt das in Kauf.
Welche Vorteile haben Bio-Produkte im Vergleich zu herkömmlich produzierten Lebensmitteln?
Krehahn: Sie schmecken besser, sind aromatischer. Und aufgrund der Nachhaltigkeit machen sie ein gutes Gewissen.
Müller-Bohley: Sie sind gesünder, weil sie keine Zusatzstoffe enthalten.
Wie wichtig sind für Sie regionale Produkte?
Krehahn: Die Bio-Bauernhöfe der Region haben nicht auf uns gewartet.
Das mit der Regionalität ist darum schwierig. Als wir noch komplett BIO angeboten haben, gab es schon mal Fleisch
vom Rind, das vorher auf der Weide nebenan stand. Für unser Frühstücksangebot
haben wir nun einen Anbieter aus Berlin gefunden, der zweimal in der Woche alles komplett liefert – vom Müsli über
die Milch bis zum Gemüse.
Müller-Bohley: Brot und Brötchen kommen aus der Region, von einem Bäcker aus Wesenberg.
Haben Bioprodukte Nachteile?
Krehahn: Wie schon gesagt – das Sortiment ist eingeschränkt.. Es ist nicht immer alles verfügbar. Darum ist der Speiseplan täglich eine große Herausforderung. Der Koch muss umdisponieren und flexibel sein können.
Wenn sich eine Familie daheim keinen Bio-Kompletteinkauf leisten kann, welche Produkte würden Sie aus konventioneller Herstellung akzeptieren, und welche Produkte würden Sie unbedingt in Bio-Qualität empfehlen?
Krehahn: Ich würde bei dem Wunsch nach Bio-Produkten den Speiseplan umstellen. Denn wenn ich auf Fleisch verzichte, kann sich eine Familie eine komplette Gemüsemahlzeit in Bioqualität leisten. Wenn ich saisonal einkaufe, kann ich auch BIO einkaufen. Denn der Biokopfsalat ist im Sommer zum gleichen Preis zu haben wie der herkömmlich produzierte.
Es kommt auch immer darauf an, womit ich Preise vergleiche: das Biobrot mit dem Bäckerbrot aus konventionellem Mehl oder mit Brot aus dem Supermarkt.
Müller-Bohley: Wenn ich mein Müsli morgens selbst zubereite, ist das preislich günstiger, als wenn ich zwei Brötchen kaufe. |
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